Meetingkosten messen, ohne Menschen zu überwachen.
MeetingCost zeigt, was Meetings kosten, aber nie, wer wie viel Zeit in Meetings verbringt. Hier steht, was gelesen wird, wer was sieht, und dazu die Vorlagen für Betriebsvereinbarung, Information, Zustimmung und Verarbeitungsverzeichnis. Kostenlos und ohne Anmeldung.
MeetingCost liest die Outlook-Kalender über Microsoft Graph. Ein Add-in oder eine Installation ist nicht nötig.
Beginn, Ende, Serie und Absage
Organisator, eingeladene Personen und ihre Zusage
Betreff, außer bei privaten Terminen
Abteilung, Standort und Gruppen für den Stundensatz
Was MeetingCost nie liest
Text, Anhänge und Notizen von Terminen: die Berechtigung Calendars.ReadBasic.All schließt sie technisch aus
Mails, Chats und Anrufe
Wer tatsächlich teilgenommen hat
Gehälter einzelner Personen: gerechnet wird mit Sätzen je Rolle, Abteilung oder Standort, freigegeben erst ab fünf Personen
Wer was sieht
Jede Person
Ihre eigenen Meetings und Serien mit Kosten. Sonst niemand sieht diese Liste.
Teamleitung und Geschäftsführung
Summen je Team und Monat, erst ab fünf Personen und mit Schutz gegen Herausrechnen. Keine Namen.
Niemand
Ranglisten, Kosten je Person, Organisatoren-Listen, Personenstunden. Diese Auswertungen gibt es nicht, auch nicht im Export.
Speicherdauer: Rohdaten 90 Tage, Ergebnisse je Meeting 13 Monate, Summen 24 Monate. Wer nicht erfasst werden will, wird in MeetingCost ausgeschlossen; die Daten dieser Person werden sofort gelöscht.
Rechtsrahmen in Kürze
Österreich mit Betriebsrat: MeetingCost verarbeitet personenbezogene Daten von Beschäftigten (§ 96a ArbVG). Planen Sie eine Betriebsvereinbarung ein; das Muster unten regelt Zweck, Daten, Auswertungen, Rollen und Speicherdauer.
Österreich ohne Betriebsrat: Information aller Beschäftigten im Umfang, bei Bedarf schriftliche Zustimmung nach § 10 AVRAG, jederzeit widerrufbar.
Deutschland: Mitbestimmung nach § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG, sobald eine Software zur Überwachung geeignet ist. Auch hier hilft das Muster als Grundlage.
DSGVO: Sie sind Verantwortlicher, TOMORIS ist Auftragsverarbeiter (Art. 28). Rechtsgrundlage ist meist das berechtigte Interesse (Art. 6 Abs. 1 lit. f) oder die Betriebsvereinbarung (Art. 88). Für die Datenschutz-Folgenabschätzung (Art. 35) liefert der Steckbrief unten die Angaben.
Hinweise ohne Gewähr. Sie ersetzen die rechtliche Prüfung für Ihren Betrieb nicht.
Kostenlos
Vorlagen zum Kopieren
Ausfüllen, mit dem Betriebsrat oder der Datenschutzberatung abstimmen, fertig. Die Platzhalter stehen in eckigen Klammern.
Muster-Betriebsvereinbarung MeetingCost
Betriebsvereinbarung über den Einsatz von MeetingCost
zwischen [Firma] (Arbeitgeberin) und dem Betriebsrat von [Firma]
1. Gegenstand
Diese Vereinbarung regelt den Einsatz der Anwendung MeetingCost von TOMORIS. MeetingCost liest über Microsoft Graph Kalender-Metadaten aus Microsoft 365 und berechnet daraus die Kosten von Besprechungen. Ein Add-in oder eine Installation auf Arbeitsplätzen ist nicht nötig.
2. Zweck
Zweck ist ausschließlich, die Kosten von Besprechungen sichtbar zu machen und Einsparpotenzial bei Serien und großen Runden zu erkennen. Eine Leistungs- oder Verhaltenskontrolle einzelner Beschäftigter ist ausgeschlossen. Ergebnisse dürfen nicht für arbeitsrechtliche Maßnahmen, Beurteilungen oder Vergleiche zwischen Personen verwendet werden.
3. Verarbeitete Daten
Beginn, Ende, Organisator, eingeladene Personen und ihre Zusage, Serie, Absage und Betreff (nicht bei privaten Terminen). Nicht verarbeitet werden Inhalte, Anhänge, Notizen, Chats, Anwesenheit und Gehälter einzelner Personen. Gerechnet wird mit Stundensätzen je Rolle, Abteilung oder Standort; ein Gruppensatz wird erst ab fünf Personen freigegeben.
4. Auswertungen
Jede Person sieht ihre eigenen Meetings und Serien. Teamleitungen und Geschäftsführung sehen nur Summen je Team und Monat, und nur wenn mindestens fünf Personen dahinterstehen. Ranglisten, Auswertungen je Person und Exporte je Person werden nicht eingerichtet.
5. Zugriffsrechte
Rollen werden in MeetingCost vergeben. Die Liste der Personen mit Verwaltungs-, Kostensatz- und Auswertungsrechten wird dem Betriebsrat vorgelegt und bei jeder Änderung aktualisiert.
6. Umfang
MeetingCost liest nur die Postfächer der folgenden Gruppe: [ganzer Mandant oder Name der Gruppe]. Beschäftigte können ihren Ausschluss verlangen; ihre Daten werden dann gelöscht.
7. Speicherdauer
Rohdaten 90 Tage, Ergebnisse je Meeting 13 Monate, Summen 24 Monate. Bei Beendigung werden alle Daten gelöscht.
8. Rechte des Betriebsrats
Der Betriebsrat erhält auf Verlangen Einsicht in Einstellungen, Kostensätze und das Protokoll der Änderungen in MeetingCost. Neue Funktionen, die über diese Vereinbarung hinausgehen, werden erst nach Zustimmung des Betriebsrats eingeschaltet.
9. Information der Beschäftigten
Alle Beschäftigten im Umfang erhalten vor dem ersten Import eine schriftliche Information über Zweck, Daten, Auswertungen und Speicherdauer.
10. Laufzeit
Diese Vereinbarung tritt mit Unterzeichnung in Kraft und kann mit einer Frist von drei Monaten zum Monatsende gekündigt werden.
Ort, Datum, Unterschriften Arbeitgeberin und Betriebsrat: ..............................
Information an die Mitarbeitenden
Betreff: MeetingCost, was unsere Meetings kosten
Ab [Datum] nutzen wir MeetingCost. Das Werkzeug rechnet aus den Outlook-Kalendern aus, was unsere Meetings ungefähr kosten: Dauer mal einem freigegebenen Stundensatz je Rolle, Abteilung oder Standort. Ziel ist, teure Serien und Einsparpotenzial zu erkennen, nicht Personen zu bewerten.
Gelesen werden: Beginn, Ende, Organisator, eingeladene Personen und ihre Zusage, Serie, Absage, Betreff (nicht bei privaten Terminen). Nicht gelesen werden Inhalte, Anhänge, Notizen und Chats.
Wer was sieht: Sie sehen Ihre eigenen Meetings und Serien. Teamleitungen und Geschäftsführung sehen nur Summen je Team und Monat, und nur wenn mindestens fünf Personen dahinterstehen. Es gibt keine Rangliste, keine Auswertung je Person und keine Gehälter.
Wie lange: Rohdaten 90 Tage, Ergebnisse je Meeting 13 Monate, Summen 24 Monate.
Fragen: [Ansprechperson]
Zustimmung (z. B. Österreich ohne Betriebsrat)
Zustimmung zur Verarbeitung in MeetingCost
Ich stimme zu, dass [Firma] mit MeetingCost die oben beschriebenen Kalender-Metadaten meines Postfachs verarbeitet, um Meetingkosten auf Team- und Monatsebene sowie für meine eigenen Meetings zu berechnen. Mir ist bekannt, dass keine Auswertung je Person, keine Rangliste und keine individuellen Gehaltsdaten erstellt werden. Ich kann diese Zustimmung jederzeit schriftlich ohne Angabe von Gründen und ohne Nachteil widerrufen.
Name, Datum, Unterschrift: ..............................
Datenschutz-Steckbrief für Verarbeitungsverzeichnis und DSFA
Datenschutz-Steckbrief MeetingCost
Verantwortlicher: [Firma]. TOMORIS verarbeitet als Auftragsverarbeiter (Art. 28 DSGVO, Auftragsverarbeitungsvertrag unter meetingcost.tomoris.com/avv).
Zweck: Kosten von Besprechungen auf Team- und Monatsebene sowie für die eigenen Meetings sichtbar machen. Kein Zweck: Beurteilung, Vergleich oder Überwachung einzelner Beschäftigter.
Betroffene: Beschäftigte im gewählten Umfang; eingeladene interne Personen; externe Gäste nur als Anzahl.
Daten: Beginn, Ende, Zeitzone, Organisator, eingeladene Personen und Zusagen, Serie, Absage, ganztägig, privat, Betreff (nicht bei privaten Terminen); für den Stundensatz Gruppenmitgliedschaft, Abteilung und Standort.
Nicht verarbeitet: Inhalte, Anhänge, Notizen, Chats, Anrufdaten, Anwesenheit, Gehälter einzelner Personen.
Berechtigungen in Microsoft 365: Calendars.ReadBasic.All (schließt Inhalte und Anhänge technisch aus), User.Read.All, GroupMember.Read.All. Zugriff über Microsoft Graph, kein Add-in.
Speicherort: eigene Server von TOMORIS in Österreich, nächtliche Sicherung. Unterauftragsverarbeiter: meetingcost.tomoris.com/unterauftragsverarbeiter.
Speicherdauer: Rohdaten 90 Tage, Ergebnisse je Meeting 13 Monate, Summen 24 Monate; nach Ende der Lizenz alles nach 60 Tagen, auf Wunsch sofort.
Schutzmaßnahmen: keine Auswertung je Person, Summen erst ab fünf Personen mit Schutz gegen Herausrechnen, Gruppensätze erst ab fünf Personen, Trennung je Mandant mit Sicherung auf Zeilenebene, Rollen mit Protokoll, Ausschluss einzelner Personen mit sofortiger Löschung.
Rechtsgrundlage (Vorschlag, im Betrieb zu prüfen): Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO oder eine Betriebsvereinbarung (Art. 88 DSGVO).
Mit Betriebsrat in aller Regel ja. In Österreich fallen Systeme, die personenbezogene Daten von Beschäftigten verarbeiten, unter § 96a ArbVG; in Deutschland genügt nach § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG schon die technische Eignung zur Überwachung. Die Muster-Betriebsvereinbarung auf dieser Seite ist auf MeetingCost zugeschnitten.
Und ohne Betriebsrat?
In Österreich verlangt § 10 AVRAG für Kontrollmaßnahmen, die die Menschenwürde berühren, die Zustimmung der einzelnen Beschäftigten. MeetingCost ist so gebaut, dass es nicht zur Kontrolle einzelner Personen taugt; viele Betriebe sichern sich trotzdem mit Information und schriftlicher Zustimmung ab. Beide Vorlagen stehen unten.
Kann die Geschäftsführung sehen, wer die meisten Meetings hat?
Nein. Es gibt keine Auswertung je Person, keine Rangliste und keine Liste der Organisatoren. Summen je Team und Monat erscheinen erst, wenn mindestens fünf Personen dahinterstehen, mit Schutz gegen Herausrechnen.
Liest MeetingCost Inhalte von Terminen oder Mails?
Nein. MeetingCost nutzt die Microsoft-Graph-Berechtigung Calendars.ReadBasic.All. Sie liefert Zeiten, Teilnehmende und Zusagen, schließt Text, Anhänge und Notizen aber technisch aus. Auf Mails hat MeetingCost keinen Zugriff, ein Add-in gibt es dafür nicht.